Krankenkassen für Studenten
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Krankenversicherung für Studenten
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Studenten und Jobs

  1. Minijobs
  2. Kurzfristige Beschäftigungen
  3. Jobben in den Semesterferien

1. Minijobs

Für geringfügig entlohnte versicherungsfreie Beschäftigungen (Dauerbeschäftigung) gelten folgende gesetzliche Regelungen: 450€

Der Grenzwert für den monatlichen Verdienst in einem Minijob beträgt 450,- EUR. Dabei ist es unerheblich, wie viele Wochenstunden gearbeitet werden. Minijobs sind generell für die Arbeitnehmer abgabenfrei. Der Arbeitgeber zahlt eine pauschale Abgabe an Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern. Minijob im Privathaushalt (Kochen, Saubermachen, Gartenpflege, Kinderbetreuung, etc.) Minijobs in privaten Haushalten sind ebenfalls für die Arbeitnehmer abgabenfrei. Der Arbeitgeber zahlt auch hier eine pauschale Abgabe an die Sozialversicherung. Diese fällt allerdings niedriger aus als bei anderen Minijobs.

Voraussetzung:
Der Job muss ausschließlich aus haushaltsnahen Tätigkeiten bestehen, die sonst von den Haushaltsmitgliedern erledigt würden.

Mehrere geringfügige Minijobs
Studenten, die neben Ihrem regulären Studium mehrere Minijobs ausüben und die 450€-Grenze überschreiten, werden in beiden Minijobs voll sozialversicherungspflichtig, da die Einkommen aller Minijobs zusammengerechnet werden.

Weiterhin Rentenbeiträge zahlen?
Mini-Jobber haben außerdem die Möglichkeit, ihre Rentenversicherungsbeiträge, die der Arbeitgeber bezahlt auf den regulären Satz von 18,9% selbst aufzustocken. Diese zusätzliche Zahlung wirkt sich am Ende nicht nur positiv auf die Rentenhöhe aus, sondern es stehen dadurch dem Arbeitnehmer sämtliche Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung (z.B. stationäre Reha, etc.) zur Verfügung.

Die Zustimmung, Ihren Beitrag zur Rentenversicherung aufzustocken, muss Ihrem Arbeitgeber in schriftlicher Form mitgeteilt werden. Die Erklärung gilt für sämtliche Mini-Jobs.

Vorteile der vollen RV-Beitragszahlung
Durch diese Aufstockung können Sie

  1. die Voraussetzungen für alle Rentenarten erfüllen, eventuell entsteht dadurch eine Option des vorzeitigen Rentenbeginns,
  2. eine Rentensteigerung erreichen,
  3. Anspruch auf Leistungen zur Rehabilitation erwerben,
  4. die staatliche Förderung der "Riester-Rente" beanspruchen,
  5. den Versicherungsschutz für teilweise oder volle Erwerbsminderung aufrechterhalten oder wieder erwerben.

2. Kurzfristige Beschäftigungen

Kurzfristige Beschäftigungen müssen vertraglich auf maximal 2 Kalendermonate oder maximal 50 Arbeitstage im Kalenderjahr befristet sein. In dem Fall braucht man als Student unabhängig vom Verdienst und der Arbeitszeit keine SV- Beiträge bezahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Job während des Semesters oder in den Semesterferien erfolgte. Im Rahmen der kurzfristigen Beschäftigung kann man also auch während des Semesters bis 40 Stunden pro Woche arbeiten, ohne SV- pflichtig zu werden. Voraussetzung ist aber, dass man innerhalb des laufenden Kalenderjahres tatsächlich an nicht mehr als 60 Kalender- bzw. 50 Arbeitstagen einer kurzfristigen Beschäftigung nachgeht.

BAföG-Bezug zusammen mit einem Minijob
Hier gelten besondere Regelungen. Unter Umständen kann es auch zu einer Kürzung des BAföG kommen. Wenn diese Konstellation zutrifft, dann informieren Sie sich am besten beim zuständigen BAföG-Amt.

3. Jobben in den Semesterferien

In den Semesterferien können Sie so viel Geld verdienen und so viele Stunden arbeiten, wie es Ihnen möglich ist. In Sachen Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung sind Sie versicherungsfrei, zahlen also keinerlei Beiträge.

Voraussetzung ist aber, dass sich die Beschäftigung ausschließlich auf die vorlesungsfreie Zeit beschränkt oder auf diese Zeit befristet ist.

In der Rentenversicherung besteht jedoch Versicherungspflicht, wenn das erzielte Einkommen im Monat die Geringfügigkeitsgrenze von 450,- EUR übersteigt.

Wichtiger Hinweis
Wenn Sie im Laufe eines Zeitjahres (365 Tage) mehrere Arbeitsverhältnisse mit einer regelmäßigen Arbeitszeit von je mehr als 20 Stunden pro Woche, sowie eine Dauer von insgesamt mehr als 26 Wochen ausüben, werden Sie nicht mehr als Student, sondern nunmehr als Arbeitnehmer bewertet. Dies hat zur Folge, dass Sie in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung Beiträge abführen müssen und versicherungspflichtig sind.

Unfallversicherung
Als Studierender bist du innerhalb der Hochschule und auf dem Weg zwischen Hochschule und Wohnung gesetzlich unfallversichert. Grundsätzlich besteht außerdem bei allen Jobs während des Studiums, in den Semesterferien oder bei einem Praktikum eine Unfallversicherung über deinen Arbeitgeber. Die Beiträge dafür zahlt der Arbeitgeber.